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Berufsorientierungsprogramm (BOP)

Zielsetzung

Das Berufsorientierungsprogramm ist ein Instrument der BMBF-Initiative „Bildungsketten - Abschluss schaffen – Anschluss finden – Fachkräfte sichern“ mit dem Schüler/innen schon während ihrer Schulzeit so unterstützt werden sollen, dass sie ihren Schulabschluss erreichen und direkt in eine betriebliche Ausbildung einmünden.

Durch eine systematische und individuelle Berufsorientierung erhalten die Jugendlichen gezielte Unterstützung bei ihrem Übergang in den Beruf, um rechtzeitig ihre Kompetenzen zu erkennen, diese bei Bedarf zu verbessern und stimmige Berufswahlentscheidungen zu treffen.

Zielgruppe

Dieses Angebot wurde für Schüler/innen der Jahrgänge 7 und 8 konzipiert. Beim Zentrum für Ausbildung und berufliche Qualifikation Oberhausen e.V. nehmen insgesamt 8 Förder-, Gesamt- und Realschulen aus Oberhausen, Mülheim-Ruhr und Essen daran teil:

  • Peter-Härtling-Schule
  • Tersteegen-Schule
  • Heinrich-Böll-Gesamtschule
  • Gesamtschule Osterfeld
  • Friedrich-Ebert-Realschule
  • Städtische Realschule Stadtmitte
  • Realschule am Schloss Borbeck
  • Theodor-Heuss-Realschule
  • Gustav-Heinemann-Gesamtschule
  • Hauptschule St. Michael
  • Ganztagshauptschule Speldorf

Projektinhalte

Das Programm besteht aus einer Potenzialanalyse (3-tägig) und aus Werkstatttagen (10-tägig), an denen die Schüler/innen der Jahrgänge 7 und 8 teilnehmen können.

Potenzialanalyse

Bei der Potenzialanalyse geht es nicht um die Prüfung von Kenntnissen oder Lernständen; der Blick richtet sich auf den Entwicklungsprozess. Die Jugendlichen können ihre entfaltbaren Potenziale für sich entdecken. Gleichzeitig erhalten die Erziehungsverantwortlichen Hinweise, wie sie die weitere Entwicklung unterstützend begleiten können.

Alle Testergebnisse werden in einer Ergebnisdokumentation schriftlich fixiert und den Schülern/innen, Erziehungsberechtigten und Lehrkräften zur Verfügung gestellt.

Nachfolgende Instrumente werden zur Potenzialermittlung angewandt:

  • hamet2, Modul1: Eine handlungsorientierte Kompetenzfeststellung zur Ermittlung beruflicher Basiskompetenzen.
  • hamet2, Modul 3: Erfassung von berufsbezogenen sozialen Kompetenzen
  • ICOVET: Biografisches Interview zur Ermittlung informell erworbener Kompetenzen.
  • Kompetenzbilanz: Ermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, Interessen, Neigungen und Zukunftswünschen.

In einem abschließenden Vier-Augen-Gespräch zwischen der Testleitung und dem / der Jugendlichen werden die Ergebnisse besprochen und ein Abgleich zwischen der Selbst- und Fremdeinschätzung vorgenommen. Dieses Gespräch dient der Sichtbarmachung von Ressourcen und Talenten des Schülers / der Schülerin und soll – durch eine Stärkung des Selbstbewusstseins - zur weiteren Kompetenzentwicklung motivieren.

Werkstatttage

Innerhalb der 10-tägigen Werkstatttage schnuppern die Jugendlichen in mindestens drei unterschiedliche Berufsfelder hinein, um – unabhängig von ihrem augenblicklichen Berufswunsch und einer geschlechtsspezifischen Orientierung – eine vielfältige Auswahl an potenziellen Berufswahlmöglichkeiten kennenzulernen. Sie lernen berufsspezifische Werkstoffe und Werkzeuge kennen, erhalten praktische Einweisungen und können ihre Kompetenzen im beruflichen Kontext erproben.

Berufsfeld Wirtschaft & Verwaltung

  • Formular- und Rechnungswesen
  • Korrespondenz
  • Geschäftliche Telefonate
  • Inventur
  • Werbung und Marketing
  • Zeitmanagement
  • Medien und Büro
  • Adressbearbeitung
  • Rechercheaufträge
  • Kommunikation

Berufsfeld Dienstleistung & Gesundheit

  • Floristik
  • Frisör
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Hauswirtschaft
  • Küche
  • Verkauf
  • Gesundheits- und Altenpflege
  • Lager / Logistik

Berufsfeld Produktion & Fertigung

  • Metall
  • Anlagenmechanik
  • Elektro
  • Farb- und Raumgestaltung
  • Holz

Mit Hilfe eines integrierten Kompetenzfeststellungsverfahrens erfahren die Jugendlichen, welche Basiskompetenzen für einen erfolgreichen Eintritt ins Berufsleben notwendig sind und üben sich in diesen.

Alle Testergebnisse und Erkenntnisse werden schriftlich dokumentiert und den Schülern/innen und deren Erziehungsverantwortlichen zur Verfügung gestellt.

Laufzeit

Seit Oktober 2008 führt das ZAQ die anfänglich 10-tägige Berufsorientierung und seit Februar 2011 die - um eine 3-tägige Potenzialanalyse erweiterte - vertiefte Berufsorientierung durch.

Das Programm wurde nach Auslauf der Modellphase bundesweit verstetigt; das ZAQ beteiligt sich an der fortwährenden Umsetzung.

Auftraggeber und finanzielle Förderung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist der Auftraggeber dieses Programms und stellt die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung.

Umsetzung

Das Bundesinstitut für Berufsbildung ist vom BMBF mit der Umsetzung betraut.

Ihre Ansprechpartnerin:

Barbara Raasch
(Projektleitung)

Standort:
Trivium gGmbH
Ottilienstr. 32
46049 Oberhausen

Tel.: 0208 - 620 53 - 12
Fax: 0208 - 620 53 - 13