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“Säge statt Hörsaal: Tischler pfeifen auf die Uni”


Das es nicht immer ein Studium sein muss, beweisen die diesjährigen Gesellen der Tischlerei-Innung Oberhausen/Mülheim. 

Von den 24 zur Prüfung angemeldeten jungen Menschen, erreichten 22 erfolgreich ihren Abschluss vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Düsseldorf (siehe hierzu auch: Bericht WAZ “Säge statt Hörsaal: Tischler pfeifen auf die Uni” vom 29.06.2023).

Und die Prüfung ist nicht ohne. Über die schriftliche Abschlussprüfung hinaus ist die Kür das individuell geplante und persönliche Möbelstück der angehenden Gesellen und Gesellinnen.
Beginnend mit der Planung und detaillierten Zeichnung, über die Auswahl der entsprechenden Materialien, bis hin zum Prozess der tatsächlichen Fertigung und Veredelung investieren die angehenden Gesellen Wochen ihrer Ausbildungszeit.
Und so können sie am Ende zu Recht stolz auf ihr ganz besonderes und einzigartiges Gesellenstück sein, welches in keinem Möbelhaus der Welt so zu kaufen ist.

10 der 22 Prüflinge in dieser Sommerprüfung haben herausragende Leistungen erbracht, sie durften ihre Gesellenstücke in der Sparkassenfiliale an der Marktstraße in Oberhausen ausstellen. Im Rahmen des Innungs-Wettbewerbs “die gute Form” wurden die Besten dieser Nachwuchshandwerker noch einmal speziell ausgewählt und gekürt.

Engin Düzgünger, (nun ehemaliger) Umschüler des ZAQs gewann in diesem Wettbewerb den 3. Preis. 

Sein Möbelstück, ein Schreibtisch aus mitteldichter Holzfaserplatte und Nußbaum gehört zu Recht mit zu den eindrucksvollsten Möbelstücken.

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung und dem Gesellenbrief im Handwerk des Tischlers stehen einem heute viele Türen offen. Die beruflichen Einsatzgebiete sind vielseitig und besonders die Kreativität ist es, die den Beruf so interessant macht. Zudem ist es auch das Arbeitsergebnis und die Zufriedenheit der Kunden nach Fertigstellung eines Objektes, die unsere Umschüler/innen dazu bewegt, den Beruf zu erlernen.